Reiseziele und Infos für den Urlaub in Peru

Urlaubsland Peru: Inkas, Ruinen, Regenwald, Berge und mehr

Peru liegt an der südamerikanischen Westküste südlich des Äquators. Als Reiseziel ist Peru ist dank seiner bewegenden Geschichte ein sehr spannendes Land. Geprägt ist es durch die alten Hochkulturen der Inka und die gewaltsame Eroberung und nachfolgende Kolonialherrschaft durch die Spanier. Wesentlich sind auch die geografischen Gegebenenheiten – es ist sowohl kulturell als auch landschaftlich ein interessantes Land. Peru bietet vielfältige Möglichkeiten für einen reinen Kultururlaub, Abenteuerurlaub, sportliche Aktivitäten, einen Besuch der Metropole Lima oder eine abwechlungsreichte Mischung von allem. Seine drei völlig verschiedenen Landschaftstypen, die heisse, zum Teil wüstenartige, Küstenregion am Pazifik, das gebirgige Andenhochland mit Bergen bis zu 6.700 Meter Höhe und die tropischen Regenwälder im Amazonasbecken ergeben ein Reiseland, das kaum faszinierender sein könnte. Die Ruinenstadt Machu Picchu, Naturerlebnisse mit Urwäldern und Gebirgsregionen und einer vielfältigen Tierwelt und vieles mehr macht das Land als Urlaubsziel ausserordentlich reizvoll – und all das abseits des Massentourismus. Wegen der zum Teil grossen Entfernungen und der Besucherbeschränkungen an einigen Kulturstätten ist eine Reise in Form einer geführten Rundreise ratsam.

Peru

Peru - wichtig Infos

⚪ Hauptstadt: Lima
⚪ Fläche: 1.285.000 Quadratkilometer
⚪ Einwohner: Rund 31.38 Mio.
⚪ Bevölkerungsdichte: Niedrig
⚪ Sprache/n: Spanisch, Quechua
⚪ Währung: Peruanischer Sol (PEN)
⚪ Sicherheitsrisiko: Problematisch
⚪ Politisches Risiko: Mittel
⚪ Preisniveau vor Ort: Niedrig

⚫ Urlaubsthemen in Peru:

Wassersport, Wellenreiten, Surfen, Tauchen, Boot fahren, Seen, Strandurlaub, Kanufahren, Wildwasserrafting, Hiking/Wandern, Bergsteigen, Abenteuerurlaub, Dschungelwanderung, Naturerlebnis, Outdoor, Trekking, Vogelbeobachtungen, Tierbeobachtungen, Reiten, Sandboarding, Stadtbesichtigungen, Kultururlaub, Rundreisen.

Reiseziele & Sehenswürdigkeiten

Weltkultur-und Naturerbe Stadt Cuzco und Inkafestung Machu Picchu sowie Pilgerpfad Inka-Trail zum Machu Picchu, Mayastätte Choquequirao, Salzterrassen von Maras (Salineras), archäologisches Highlight Kuélap in 3.000 Meter Höhe, Fahrt im Schilfboot auf dem Titicacasee und Besuch der Bewohner der schwimmenden Uros-Inseln, Fahrt mit der Andenbahn von Cuzco nach Puno, Besuch der Grabtürme von Sillustani, Vogelbeobachtung (Kondore) im Canon del Colca, Wildwasser-Rafting im Süden Perus, Metropole Lima und weisse Stadt Arequipa, Bodenzeichnungen von Nazca, heilige Ruinenstadt Caral-Supe, altertümliche Ausgrabungsstätten und Nebelwälder im Nationalpark Río Abiseo, Tier-und Pflanzenbeobachtungen im artenreichen Nationalpark Manu am Amazonasbecken sowie im Nationalpark Huascaran, aktiver Vulkan Sabancaya im Süden des Landes, aus Lehm gebaute Ruinenstadt der Chimú Chan Chan, Weltkulturerbe heilige Stadt Caral, Andentempel Chavin de Huántar, Wanderung zum Wasserfall Cataratas Gocta nahe San Pablo, Beobachtungen von Pinguinen, Seehunden und Walen auf den Islas Ballestas, Baumkronenexpeditionen/Canopywalk und Kanufahren am Río Madre de Díos, Bergsteigen in den Anden, Sonnen-und Mondpyramide in der Stadt Trujillo, Oase Huacachina in der Küstenwüste.

Klima / Reisezeiten

Wegen der grossen Höhenunterschiede und der komplett unterschiedlichen Landesregionen, fällt auch das Klima sehr differenziert aus. An der Pazifikküste von Peru ist es besonders im Süden sehr trocken, in Richtung Norden nehmen die Niederschläge zu. An der Nordküste liegen die Durchschnittstemperaturen zwischen 20 Grad Celsius nachts und etwa 30 Grad am Tag, im Süden sind sie etwas gemässigter. Die Temperaturen in den Anden nehmen mit der Höhe ab und liegen ab einer Höhe von 5.000 Metern stets unter dem Nullpunkt. Im Regenwald im Osten Perus herrschen durchschnittlich stabile 25 Grad. Die beste Reisezeit für die Küste ist zwischen Dezember und April. Für Trekkingtouren in den Anden sowohl auch dem Tiefland Perus empfehlen sich die Trockenzeit zwischen Mai und September. Der Regenwald kann ganzjährig besucht werden, dort muss man täglich mit Regenfällen rechnen.

Infrastruktur & Sicherheit

⚪ Gesundheitssystem: Problematisch
⚪ Impfungen: Standardimpfungen
⚪ Straßennetz: Problematisch
⚪ Telefon & Internet: Problematisch
⚪ Sicherheit: Problematisch
⚪ Leitungswasser: Nicht trinkbar
⚪ Gewässer: Vorsicht walten lassen
⚪ Schienennetz/Züge: Mittel bis schlecht
⚪ Busnetz: Mittel
⚪ Abdeckung Güter des täglichen Bedarfs: Mittel
⚪ Abdeckung Restaurants/Bars: Mittel

Gefahr von Ascheregen am Vulkan Sabancaya im Süden des Landes. Einige Regionen (VRAEM) sollten gemieden werden, weil die Regierung dort zur Bekämpfung des Drogenhandels und Terrorismus den Ausnahmezustand verhängt hat. Wir empfehlen, sich nach aktuellen Informationen hierzu beim Auswärtigen Amt zu informieren: auswärtigen Amt. Wichtig sind auch Reiseversicherungen, um für den Notfall gewappnet zu sein.

Küche & Einkaufen

In den Städten konkurrieren moderne Shopping-Malls neben traditionellen Märkten mit Kleidung, Obst und Gemüse. In ländlichen Regionen findet man überall Märkte, auf denen man regional-typische Kunsthandwerksprodukte, traditionelle Kleidung und Lebensmittel aller Art erwerben kann. Typische Souvenirs sind die Lebensbäume aus Ton (arbolitos de la vida), Keramik-Weihnachtsdeko aus den Anden, Waren aus Alpakawolle, Keramiktiere, Miniaturschlösser für Meerschweinchen aus Pisac, filigraner Gold- und Silberschmuck, Töpfe und Textilien mit charakteristischen, geometrischen Mustern aus dem Amazonas und vieles mehr.

Die nationalen Gerichte sind gut gewürzt mit Knoblauch, Pfeffer und frischen Chilischoten und basieren in der Regel auf Kartoffeln, Mais und Huhn, Rind, Fisch (oft Forellen) und Meeresfrüchten. Auch Rinderherzen am Spiess und feurige Eintöpfe sind beliebt. Zum Nachtisch wird gern Pudding oder mit Karamell gefülltes Fettgebäck (Churros) gegessen. So unterschiedlich wie die landschaftlichen Regionen, so sind auch die Speisen. Ein typisches Gericht der Küstenregion ist Ceviche (kleingeschnittener roher Fisch) mit geröstetem Mais, Süsskartoffeln oder Yuca, in den Anden ist es Cuy chactado (Meerschweinchen) mit Kartoffeln und Salsa criolla, und im Regenwald werden Kochbananen, Maniok und Bohnen verarbeitet und Bananenblätter mit Fleisch gefüllt. Zahlreiche Garküchen an den Strassenrändern bieten einfache Essensmöglichkeiten. Wer kulinarische Spitzenklasse sucht, der wird in den Städten wie Lima fündig. Der dort entstandene Essenstrend Cocina Novoandina hat sich durch peruanische Starköche inzwischen einen Namen gemacht. Unter den Getränken ist vor allem der Branntwein, aber auch andere Weine aus dem Weinanbaugebiet Ica bekannt. Zu den alltäglichen Getränken gehört neben Bier die Inca-Kola, deren Hauptbestandteil der Extrakt aus der Pflanze Hierba Luisa (Zitronenverbene) ist. Das Nationalgetränk ist aber Pisco, ein Branntwein auf Traubenbasis, der auch gern als Cocktail "Pisco Sour" getrunken wird. Wer etwas ganz besonders probieren möchte, dem wird Chicha empfohlen, dessen Hauptbestandteil vergorene Maiskörner sind. Mate ist ein Tee aus Cocablättern, er wird seit Generationen für kultische als auch medizinische Zwecke verwendet.

Reiseziel Peru: Impressionen für den Urlaub

Der Machu Picchu gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten und Zielen in Peru. Rund 75 km findet sich die Ruinenstadt in den Anden bei der Stadt Cusco. Die Grabungsstätte kann nicht mit dem eigenen Auto erreicht werden.

Südöstlich von Cusco findet sich der Regenbogen Berg oder auch Vinicunca. Der Berg mit 5.200 Meter Höhe und dem spektakulären Anblick kann von der Ortschaft Quechuyno aus erwandert werden.

Die Salzterrassen von Maras (Salineras de Maras) stammen noch aus der Inka-Zeit und finden sich 50 km von Cuzco entfernt im heiligen Tal der Inkas am Fluss Urubamba.

Die Hauptstadt Perus ist Lima - sie ist auch die größte Stadt des Landes. In Lima gibt es zahlreiche Parks, Museen und mehr. Sehenswert ist auch die Altstadt von Lima, verschiedene Kirchen und die Museumsstraßenbahn in Barranco.

Zu den wichtigesten Reisezielen in Peru gehört auch der Titicacasee auf der Altiplano-Hochebene in den Anden Perus. Er gehört zu den größten natürlichen Seen der Erde und er wird auch gerne genutzt, um die Reise nach Bolivien fortzusetzen.

In Peru ist auch eine Tour in die Regenwälder des Amazon möglich. Insbesondere die Stadt Iquitos ist oft Ausgangspunkt dafür. Ohne Guide ist das allerdings ein gewagtes Unterfangen. Ibisse, Flussdelfine, Pfahlbauten, Kaimane, Affen und vieles mehr lässt sich hier erleben.



Lage, Anreise, Flughäfen und Mobilität in Peru

Die Einreise erfolgt aus Europa kommend über den Flughafen Lima. Der Flughafen Cuzco ist von Bolivien aus anzufliegen. Informationen über Zollvorschriften in Peru finden sich auf der Webseite der peruanischen Zollbehörde (auf Spanisch und Englisch): Zoll Peru.

Innerhalb des Landes bewegt man sich am besten innerhalb einer organisierten Gruppe. Allein sollte man wegen der Gefahr von Raubüberfällen und Unfällen, besonders in Gebirgsregionen, Überlandsbusse meiden und Züge bevorzugen. In Lima sind Raub und Kidnapping während der Fahrt in Taxis häufig. Im Norden besteht wegen starker Regenfälle die Gefahr von unpassierbaren Strassen und Erdrutsche.

Von Cusco aus kommt man mit mehreren Zügen zum Macchu Picchu. Der Zug “Vistadome” ist dabei ein Panoramazug, genauso der “Expedition”. Zum Titicacasee kommst Du ebenfalls mit dem Zug – hier fährt der Andean Explorer in rund 10 Stunden durch eindrucksvolle Andenregionen. In Lima findest Du ein Netz mit kleineren Bussen (ohne festen Fahrplan, man kann innerhalb der nächsten 10 bis 20 Minuten aber mit einem Bus rechnen), Darüber hinaus gibt es kleinere Sammelbusse (Colletivos / Combis). Für Überlandfahrten gibt es ebenfalls ein Busnetz, das aber nicht sonderlich sicher ist. Dein Gepäck solltest Du hier nicht aus dem Blick lassen. Das Tuk-Tuk ist ebenfalls eine Alternative und auch das Mitfahren bei Anderen auf der Ladefläche ist keine Seltenheit in Peru.

Mietwagen finden sich am Flughafen - gegebenenfalls ist ein Allradantrieb sinnvoll. Die Abdeckung mit Tankstellen ist gut und die Präsenz von Verkehrspolizei sehr hoch (halte Dich an die Verkehrsregeln!). Die Panamericana in Peru ist einem guten Zustand - andere Straßen sind oft nicht asphaltiert. Bis zum berühmten Machu Picchu kommt man übrigens nicht mit dem eigenen Fahrzeug - die Straße endet vorher. Die Anfahrt dort hin erfolgt über die Bahn und die Kleinstadt Aguas Calientes. Von Aguas Calientes geht es dann mit dem Bus weiter.

Man ist nicht sonderlich gut auf Camper in Peru eingestellt. Campingplätze gibt es zwar vereinzelt, sie sind aber verhältnismässig teuer. Viele Besucher des Landes campen deshalb wild. Dabei sollte aber die problematische Sicherheitslage in Peru berücksichtigt werden.

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Für die Reise

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